Augen auf beim Brillenkauf!

gefunden am: 27. August 2010 | von: brillio

Vor dem Kauf einer neuen Sonnenbrille sollte man sich neben den neusten Modellen auch einige andere wichtige Dinge vor Augen halten: Wie ist es um die Qualität der Sonnenbrille bestellt, was gibt es in Sachen UV-Schutz zu beachten und wie wichtig ist überhaupt eine gute Qualität bei Sonnenbrillen. Eins vorweg: Eine möglichst hochwertige Qualität bei Sonnenbrillen ist wirklich sehr wichtig, möchte man keine gesundheitlichen Schäden an Binde- und Hornhaut riskieren, die meist irreparabel sind und in keinem Verhältnis zu ein paar gesparten Euros stehen. Trotzdem schließt ein günstiges Brillenmodell nicht unbedingt eine ausreichende Qualität mit entsprechendem Schutz für die Augen aus, sofern man einige Aspekte beherzigt und beim Brillenkauf beachtet:

Neben dem modischen Gesichtspunkt als Entscheidungshilfe beim Kauf einer Brille, sollte vor allem ein ausreichend hoher Schutz vor UV-Strahlung gewährleistet sein. Ultraviolettstrahlung, kurz Ultraviolett oder UV-Strahlung, ist eine für das menschliche Auge unsichtbare, elektromagnetische Strahlung mit einer besonders kurzen Wellenlänge, die je nach Wellenlänge in 3 verschiedene Strahlungen eingeteilt wird: UV-Strahlung mit einer Wellenlänge von 320–400 nm nennt man UV-A Strahlung, bei einer Wellenlänge von 280–320 nm spricht man von UV-B und Strahlung mit einer Wellenlänge von 100–280 nm wird als UV-C bezeichnet. Grundsätzlich gilt: Je größer der Schutz vor der gesundheitsschädlichen Strahlung, desto besser ist die Sonnenbrille!

Viele der im Handel erhältlichen Sonnenbrillen sind mit einer Kennzeichnung versehen, welche die Brillen in eine sogenannte Lichtschutzstufen einteilt und belegen soll, dass Sicherheitsanforderungen der europäischer Richtlinie EN 1836 erfüllt sind. Diese Brillen tragen meist auf der Innenseite der Bügel ein CE-Zeichen und die Aufschrift EN 1836:1997 und zusätzlich eine Ziffer von 0 – 3 für die jeweilige Lichtschutzstufe oder sind entsprechend etikettiert. Hierbei steht eine 0 für die niedrigste UV-Schutzklasse, die etwa 88 % UV-A und UV-B Strahlung durchlässt und daher keinen wirksamen Schutz bietet. Die 3 steht für die hochwertigste Schutzklasse, die 100 % der schädlichen Strahlung absorbiert und somit einen maximalen Schutz bietet. Bei den Lichtverhältnissen unserer Breiten reicht jedoch schon eine Brille der Lichtschutzklasse 1 für gewöhnlich aus, da hier bereits 90 % aller Strahlen abgehalten werden.

Problematisch an diesen Kenn- und Bezeichnungen ist, dass es keine zentrale Instanz gibt, die tatsächlich alle dieser markierten Brillen geprüft hat, bzw. prüft, was das CE-Zeichnen nicht unbedingt zu einem Beweis macht, sondern bestenfalls zu einem Anhaltspunkt für einen vernünftigen UV-Schutz degradiert. Ein großer Teil der im Handel verfügbaren Brillen sind zwar mit einem CE 3 gekennzeichnet, tatsächlich aber wahrscheinlich überhaupt nicht begutachtet worden. Demnach sollte man sich nicht unbedingt auf Kennzeichnungen verlassen, aber keinesfalls eine Sonnenbrille ohne das Zeichen kaufen. Wer wirklich auf Nummer sicher gehen möchte hat im Prinzip nur eine Wahl und das ist der Gang zum Optiker: Jeder gute Fachmann ist in der Lage, eine Brille mit einem speziellen Gerät innerhalb von Sekunden auf den UV-Schutz zu testen und meistens bezahlt man dafür noch nicht einmal etwas. Dieses Verfahren eignet sich übrigens auch für ältere Modelle, wie zum Beispiel die momentan wieder beliebten Pilotenbrillen: Diese Brillen hat man sich oftmals irgendwann in den 80ern gekauft, als UV-Schutz noch nicht unbedingt groß geschrieben wurde…

Weitere Kriterien, die man vor dem Kauf einer neuen Sonnenbrille beachten sollte, sind die verschiedene Eigenschaften der Gläser bzw. Linsen (in den seltensten Fällen handelt es sich hierbei heutzutage noch um echtes Glas). Sonnenbrillen gibt es mittlerweile mit Tönungen in fast allen erdenklichen Farben und Farbverläufen, verspiegelt, polarisierend, photochrom, und und und. Welches die richtige Farbe für die neue Sonnenbrille ist hängt natürlich einerseits vom persönlichen Geschmack des Trägers, andererseits jedoch auch vom geplanten Einsatzgebiet der Brille ab: So eignen sich zum Beispiel Sonnenbrillen mit gelblich bis bräunlich gefärbten Gläsern besonders gut zum Autofahren, vor allem wenn sich zusätzlich noch mit polarisierenden Gläsern ausgestattet sind: Bräunliche Gläsern geben Farben von Verkehrsschildern und Ampeln besonders unverfälscht wieder, im Vergleich zu andersfarbigen Linsen. Polarisierende Linsen unterdrücken zusätzlich unerwünschte Spiegelungen, was eine Autofahrt besonders komfortabel macht. Wichtig ist außerdem eine möglichst hochwertige Linse die Verzerrungen ausschließt, damit Abstände und Entfernungen weiterhin realistisch eingeschätzt werden können.

Für Brillenträger mit Sehschwächen gibt es außerdem selbstverständlich auch Sonnenbrillen mit Stärke. In diesem Fall sollte man sich vor dem Kauf beim Fachmann informieren und beraten lassen…

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